Hier beginnen die Morgen in Stille.
Das Wasser ist glatt, die Luft frisch, das Ufer noch verschlafen.
Mittags zieht Leben in alles ein – Lachen, Wasserspritzer, Sonnenschein.
Am Abend wird es wieder ruhig, und der Sonnenuntergang legt sich auf den See,
als wollte er die Zeit anhalten.
Der Balaton will nicht mehr sein, als er ist.
Er will nicht beeindrucken – und tut es doch.
Mit einem Lángos, einem Steg, einem langen, langsamen Gespräch.
Hier braucht man kein Programm, denn der See selbst ist das Erlebnis.
Es gibt Orte, zu denen wir reisen.
Und es gibt den Balaton, zu dem wir zurückkehren.
Weil er uns daran erinnert, wie es sich anfühlt, ein Kind zu sein.
Oder einfach still zu sein.
Denn hier ist der Sommer keine Jahreszeit, sondern ein Zustand.
Der Balaton verlangt nichts.
Er gibt nur.
Und wenn man nach Hause fährt, bleibt noch lange etwas bei einem:
ein Duft, ein Licht, ein Gedanke –
dass es gut war, hier zu sein.